Ökostrom – eine gute und günstige Alternative?

Das Thema Strom beschäftigt den Verbraucher auf verschiedene Weise. Sowohl die Art wie er produziert wird und auch der Strompreis, der letztlich das monatliche Budget eines jeden beeinflusst. Ökostrom zählt als Strom ebenso in diese Überlegungen hinein, besonders wenn man seinen Beitrag zu einer besseren Umwelt leisten möchte. Aus diesem Grund möchten immer mehr Verbraucher die Herstellung von Strom durch Atomenergie, mithilfe von Erdöl oder durch den Abbau von Braunkohle nicht mehr unterstützen. Unter dem Begriff Ökostrom wird die Erzeugung von Strom durch erneuerbare Energien verstanden, also Wind- oder Wasserkraft und Sonnenenergie. Im Laufe der letzten Jahre hat sich neben dem Begriff Ökostrom auch die Bezeichnung Grünstrom oder Naturstrom eingebürgert.

Schneller Wechsel
Auf dieser Seite finden Sie nützliche Informationen rund um das Thema Ökostrom und vor allem einen Vergleichsrechner, der unkompliziert zu handhaben ist. Der Anbieterwechsel zu einem der Ökostrom Anbieter ist einfacher, als Sie denken. Es soll niemandem schwer gemacht werden, der sich dazu entschließt, der Umwelt etwas Gutes zu tun bzw. es zu unterstützen, dass andere etwas tun. Innovative Möglichkeiten gibt es einige, wir zeigen Ihnen, wo sie zu finden sind.

Unterschiede zwischen normalem Strom und Ökostrom

Schon beim konventionellen Strom werden Sie den Blick stets auf dem Stromzähler haben, denn Energie ist heute teurer als je zuvor. Das wird auch beim Ökostrom nicht anders werden, der Strom ist schließlich der gleiche wie vorher, lediglich die Art der Abrechnung und die Gewinnung des Stroms ist anders.

Durch Windenergie erzeugter Strom

Stromerzeugung in WinparkStrom, der mithilfe von Windenergie erzeugt wird ist – so sollte man meinen – ständig und in jeder Region verfügbar. Windenergieanlagen stehen natürlich bevorzugt in Regionen, wo Wind im höchstmöglichen Maße vorkommt, also an der Küste, auf Höhenlagen oder sonstigen windstarken Regionen. Die durch Wind erzeugten beweglichen Luftmassen werden auch als kinetische Energie bezeichnet, die die Windmühlen antreibt und die Generatoren dazu bringt, Energie zu produzieren. Auch wenn immer mehr Windkraftanlagen aufgestellt werden, es ist keine durchweg stabile Erzeugung von Strom aus Windkraft möglich. Windflauten, die nicht nur lagebedingt, sondern auch jahreszeitlich bedingt sind, sorgen dafür, dass Schwankungen in der Stromerzeugung vorkommen. So können Verbrauchsspitzen nicht alleine abgedeckt werden, Windkraft muss dann durch konventionellen Strom ergänzt werden.

Aus Wasser wird Strom

Strom, der durch die Kraft von Wasser hergestellt wird, zählt ebenso zu den erneuerbaren Energien, auch wenn das Wasser selbst sich nicht zu 100% immer wieder neu bildet. Die Turbinen für die Stromerzeugung durch Wasserkraft liegen an Flüssen oder Stauseen, wo der Wasserstrom von Natur aus vorkommt. Er treibt dann die Turbinen an, die ihrerseits eine mechanische Energie in einen Generator einfließen lasst. Dieser Generator wandelt diese Energie dann in Strom um, der in das Stromnetz eingespeist wird. Wasserkraft wird jedoch niemals als ganze regenerative Energie zur Verfügung stehen können, weil das notwendige Wasser durch Flutung oder auch durch die Nutzung von Gletscherwasser Folgeschäden an der Natur hinter sich zieht.

Sonnenenergie für volle Stromkraft

Energieerzeugung durch SolarstromGrundsätzlich muss man unterscheiden, ob man die Sonnenenergie mit Photovoltaikanlagen einfängt und damit Strom erzeugt oder ob man Sonnenkollektoren auf dem Dach montiert, um damit Heißwasser in der Heizung zu erzeugen. Unter den erneuerbaren Energien gilt Sonnenenergie als die am häufigsten genutzte alternative Energie zur Stromgewinnung. Auch wenn die Sonne auf der nördlichen Halbkugel der Erde nicht überall ausgiebig scheint, wird Sonnenenergie durch Nutzung von Sonnenkollektoren unter den alternativen Energien bevorzugt verwendet. Ebenso wie bei der Windkraft kann es bei der Sonnenenergie vorkommen, dass sie nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht und von konventionellem Strom ergänzt werden muss.

Der Vorteil der Gewinnung von Sonnenenergie liegt nicht nur in der Umweltverträglichkeit, sondern auch darin, dass auf privaten Häusern kleine Kollektoren angebracht werden können. Dadurch kann auch der private Verbraucher einen Teil seines Verbrauchs durch selbst gewonnenen Sonnenstrom ergänzen. Dieser wird für die eigene Nutzung verwendet und das, was zu viel ist, kann auch ins Netz eingespeist werden. Daneben sind die großen Photovoltaik Felder natürlich für die Allgemeinheit wichtig, denn nicht jeder Verbraucher hat die Möglichkeit, sein eigenes Dach mit Kollektoren zu bestücken.

Ökostrom durch Biogas

Immer öfter findet man beim Durchfahren einer Landschaft große Silos an Bauernhöfen, die nicht der Getreidelagerung dienen, sondern für die Erzeugung von Ökostrom durch eine Biogasanlage verwendet werden. Biogas ist ein Stoff, der entsteht, wenn organische Materialien verfaulen und sich zersetzen. Die dadurch entstehenden Gase heißen Methan und Kohlestoffdioxid, Methan kann zur Verbrennung und damit als Energieträger genutzt werden. Mit Biogas können sogar Kraftwerke beliefert werden, die es dann als Brennmaterial für die Herstellung von Strom verwenden. Auch mit Biogas wird man ähnlich wie mit Wasserkraft immer nur einen kleineren Teil der Energie herstellen können. Es kann auf jeden Fall zusätzlich zum Erdgas in das Netz eingespeist werden.

Ökostrom nutzen – von welchem Anbieter?

Wer sich nun eingehend über die Herstellung von Ökostrom informiert hat und seinen Beitrag zur ökologischen Energiegewinnung leisten möchte, kann verschiedene Anbieter von Ökostrom finden. Auf den ersten Blick sehen alle Label irgendwie grün aus, ob in der Farbe oder im Namen. Wir möchten nicht nur mit den Details zum Thema Ökostrom für Klarheit sorgen, sondern auch den Vergleich der jeweiligen Anbieter leichter machen. Denn auch sie sind wie die konventionellen Stromanbieter im Vergleichsrechner zu finden, wir bieten diese Unternehmen an:

  • energieGut
  • entega
  • Greenpeace energy
  • Grünwelt
  • LichtBlick
  • Löwenzahn energie
  • NaturEnergie
  • NaturEnergiePlus
  • Naturstrom
  • NaturWatt
  • ÖkoFlex
  • ÖkoStrom
  • Prioenergie

Diese Unternehmen sind über alle Regionen des Landes verteilt, können aber teilweise durch überregionale Stromlieferungen von jedem Kunden genutzt werden. Bei der Auswahl des Stromlieferanten ist es wichtig, auf bestimmte Kriterien zu achten. Sehen Sie sich genau an, womit der jeweilige Anbieter wirbt. Manche von ihnen können den Strom nicht zu 100% aus der regenerativen Energie herstellen und müssen zusätzlich auf die herkömmlichen Methoden zurückgreifen. Das sollte natürlich nicht das Ziel sein, ebenso wie man eine zukunftsweisende Arbeitsmethode unterstützen sollte.

Einfacher Vergleich
In unserem Vergleich finden Sie solche Partner, die ihre Angebote dennoch unterschiedlich gestalten. Hier hilft der Vergleichsrechner schnell weiter, denn er muss nur mit wenigen allgemeinen Daten wie der Haushaltsgröße, der Postleitzahl und dem Verbrauch des letzten Jahres ausgefüllt werden.

Zusätzlich bieten wir noch weitere Optionen zur Filterung der Angebote an. Das ist beispielsweise die Wahl zwischen Basistarif und einem nachhaltigen Tarif, Tarif mit Preisgarantie oder mit Kaution und viele weitere Auswahlpunkte. Damit lässt sich für jeden Benutzer des Vergleichsrechners ein möglichst individuelles Angebot heraussuchen.

Das Ökostrom Qualitätssiegel

Der Begriff Ökostrom ist bisher kein geschützter Begriff und kann auch unter dem Namen Naturstrom oder grüner Strom bzw. Grünstrom verwendet werden. Damit Verbraucher sich jedoch besser orientieren können, haben einige Organisationen Qualitätssiegel erstellt, anhand denen sich der Verbraucher besser orientieren kann. Ähnlich wie mit Qualitätssiegeln aus dem Konsumbereich ist es auch bei diesen Prüfsiegeln, sie stehen für bestimmte Kriterien, die einzuhalten sind. Die bekanntesten und sichersten Prüfsiegel heißen:

  • OK-Power-Label
  • TÜV-Siegel
  • Grüner Strom (GSL)
  • Renewable Energy Certificate System (RECS)

Das OK-Power-Label ist eine Zertifizierung, die in Deutschland dafür sorgt, dass Stromkunden sicher sein können, Ökostrom nach den gewünschten Ansprüchen zu beziehen. Der Verein, der das Label vergibt, wurde 2000 gegründet und möchte dem Verbraucher einerseits die unterschiedlichen Möglichkeiten, alternativen Strom zu beziehen aufzeigen, aber gleichzeitig auch für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Hinter dem Label steht die Vision e. V. und zum Beispiel die Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen oder die bekannte Umweltorganisation WWF Deutschland.

TÜV-Siegel sind allgemein bekannt, nicht nur im Bereich der Stromanbieter. Deshalb vertrauen viele Verbraucher auf dieses Siegel. Es wird jedoch zwischen dem TÜV Nord, dem TÜV Rheinland und dem TÜV Süd unterschieden.

Das Grüner Strom Label wurde bereits 1998 gegründet und bis heute von mehreren gemeinnützigen Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden betrieben. Das Label ist die erste Organisation in Deutschland, die dafür sorgt, dass ökologisch korrekt gewonnener Strom angeboten wird.